Shooting: Eva-Maria 2014

Sonntag, 14. September 2014| | 2 Kommentare

Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, meine etwas eingerostete Fotografie-Erfahrung wieder aufzufrischen und die liebe Eva half mir dabei :) Die Ergebnisse möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.


Rezension: Mr. Mercedes von Stephen King

Donnerstag, 11. September 2014| | 1 Kommentare

Stephen King - Mr. Mercedes



Inhalt:
Detective Hodges ist pensioniert und wie fast jeder Cop in Rente unglücklich. Keine Frau, Tochter weit weg, nach der Spannung in seinem Leben nichts zu tun. Da bekommt er Post vom Mercedes Killer, ein Verrückter, der mit einem fremden Wagen inmitten einer Menschenmenge gerast ist - und von Hogdes nie geschnappt wurde. Sein Ehrgeiz wird geweckt und er will Mr. Mercedes finden, geht dabei aber weiter, als er sich je hätte träumen lassen ...

Hardcover
Seitenanzahl: 592
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch

Meine Meinung:

Brady Hartsfield wurde von Stephen King als DER neue Bösewicht beschrieben, wie konnte man als Fan also anders, als neugierig zu werden?
Würde er den Antagonisten Kings wie Leland Gaunt den Rang ablaufen?

Eines kann man getrost sagen: Brady Hartsfield möchte man nicht begegnen, er ist der geborene Psychopath, der sich wunderbar in unser Leben einfügt, er könnte jeder sein: dein Nachbar, dein Kollege, dein Chef. Du würdest ihn erst erkennen, wenn es zu spät ist.

So geht es Retired Detective Hodges, der in seiner aktiven Zeit nie auch nur eine Spur zu Mr. Mercedes hatte, obwohl alle Voraussetzungen gegeben waren; selbst Hartsfield war überrascht, mit seiner Tat davonzukommen.
Hodges ist mir richtig sympathisch geworden, ein älterer Herr, paar Kilo zuviel und des Lebens müde, jemand, der wieder einen Sinn zum Leben brauchte, den ihn Brady dann liefert. 
Im Alltag eines Polizisten gefangen, kommen ihm in der Rente Gedanken, die ihn näher zu dem nie gefundenen Mercedes-Fahrer führen, als jemals während seiner aktiven Zeit, obwohl auch da alle Möglichkeiten gegeben waren. Aber ist es so nicht immer? Mit etwas Abstand sieht man Sachen, die einem vorher nie aufgefallen waren.
Mithilfe von einigen Komplizen kommt er Brady immer näher, während der selbstsicher denkt, in Sicherheit zu sein.

Als Leser ist man bei allem dabei, weiß von vorneherein, wer Brady ist und was jede Seite aktuell unternimmt, aber doch bleibt die Spannung durchweg erhalten, so stark, wie es nur ein Stephen King schafft. Ist man bei Hodges, Jerome und Holly möchte man ihnen helfen, sie anschreien: "DA ist das Puzzlestück!", wobei man aber nie zweifelt, dass sie die Arbeit besser machen, als Hodges ehemalige Kollegen es tun würden, obwohl doch jeder normale Mensch sein Wissen weitergeben würde. Brady hingegen möchte man nur erwürgen, wenn man in ihm auch ab und an den normalen Jungen erkennt, der er hätte sein sollen. 

Hier gibt es nichts Übernatürliches, hier gibt es die menschliche Jagd nach einem Verrückten, mit allen Opfern, die man sich nur vorstellen kann. King geht wieder einmal tief in die Abgründe der Menschen, lässt sie (und den Leser) leiden, aber sich auch entwickeln, wie man z.B. wunderbar an der Figur der Holly erkennen lässt.
Die Charaktere waren herrlich lebendig, auch voller Fehler (die man als Flüchtigkeitsfehler Kings oder aber auch als Absicht auslegen kann), ich war jederzeit voll dabei, freundete mich mit Hodges, Jerome und den anderen an, war genervt von Hollys Verwandtschaft, hatte eine große Abneigung gegen Brady. Es gab Tränen meinerseits wie auch kleine Schmunzler, ich wurde wieder durch alle Landschaften geführt, die King da vor mir ausbreitete. Und hatte immer nur die Hoffnung, dass Brady geschnappt wird. Denn jeder Mörder möchte das Gefühl seines ersten Mordes nachempfinden, so ist nur zu schnell klar, dass Brady erneut zuschlagen wird - diesmal im Offenen, so war der Showdown etwas vorhersehbar, aber konnte mich dennoch überzeugen.

Wie immer ließ der Autor einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen, ließ mich eintauchen in das trostlose Leben von Hodges, in die Abartigkeiten von Bradys, ließ mich die Hoffnungslosigkeit mancher Nebencharaktere erleben - das ist etwas, was die wenigsten Autoren schaffen.

Stephen King beweist wieder einmal, dass er nicht nur Übernatürliches kann, sondern auch fast Alltägliches und das so spannend, dass man nicht aufhören kann zu lesen. 

Info:
Teil 1 einer Trilogie
Teil 2 wird 2015 erwartet

Fazit:
Under Debbie's Blue Umbrella


Vielen lieben Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Imperium der Angst von Daniel Dersch

Mittwoch, 3. September 2014| | 0 Kommentare


Daniel Dersch - Imperium der Angst



Inhalt:
Andy und Charlie haben's nicht leicht. Nach dem Tod ihrer Eltern kommen sie zu ihrem brutalen Onkel Walt nach Maine und müssen auf jeden ihrer Schritte achtgeben. Doch als sie bei einem Meteoritenschauer eine ungewöhnliche Entdeckung machen, ändert sich ihr Leben radikal ...

eBook
Seitenanzahl: 614
Verlag: Amazon Publishing
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch
 
Meine Meinung:
Als großer Stephen King Fan wurde mir dieser Roman nahegelegt und so war ich natürlich gespannt, ob es wirklich einen kleinen Suchtersatz geben kann, vor allem aus Deutschland.

Leider kam ich schon zu Beginn schlecht in das Buch rein, obwohl die Geschichte sicher nicht uninteressant ist. Natürlich dauert es etwas, bis es richtig spannend wird, aber der Autor füllt diese Seiten mit interessanten Aspekten, bezieht alle wichtigen und auch unwichtigen Charaktere ein, da jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person geschrieben werden. So weiß man als Leser immer genau, was Sache ist, baut Bindungen zu Andy auf, hasst Walt und mag den guten, alten Art.

Nur war mir das alles zu gewollt, erinnerte zu sehr an den Meister aus Maine, bei dem, wie ich nach weiterem Lesen feststellen musste, wirklich Anleihen  genommen wurden.
So gibt es ein Wiedersehen mit Cujo, Es und auch Leland Gaunt blieb nicht verschont. Natürlich alles anders verpackt, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das mehr als Vorbilder waren. Mir fehlt der eigene Stil, der Stempel des Autors Daniel Dersch.

Schreibtechnisch konnte er weniger überzeugen als der gute Ansatz seiner Geschichte. So nutzt er (ebenfalls die von King bekannte) Kursiv-Schreiben-Methode, die jedoch keine Spannung erzeugte, sondern eher nervte. Doch war das nichts gegen die dauernden Wiederholungen. Auf einer Seite ganze vier Mal "dachte Canetti" lesen zu müssen, löste in mir den Wunsch aus, das Buch abzubrechen.  Allerdings war ich dafür zu neugierig, wie es weitergehen würde. Nur gab es keine Überraschungen, das Ende war klischeehaft (muss es denn wirklich immer der große Sturm sein?) und auch der wohl gewünschte Schockeffekt blieb aus.

Alles in allem bin ich enttäuscht von diesem Buch. Es sind gute Ansätze darin, es hätte etwas werden können, wenn er sein eigenes Ding durchgezogen hätte. Daniel Dersch hat seine eigenen Ideen und alles anders umgesetzt, dennoch bleibt für mich ein fahler Nachgeschmack, den ich nicht loswerde.
Sicher wird es einigen Fans von Stephen King gefallen - mir leider nicht.

Fazit:
Gute Geschichte verpackt in schwacher Umsetzung


Ägypten 2014 Part I

Freitag, 29. August 2014| | 1 Kommentare

Jawohl, dieses Jahr waren wir bereits in Urlaub. :) Im März konnten wir den Preisen nicht widerstehen und sind erneut ins Grand Makadi nach Hurghada geflogen.

Leider war uns der Wettergott diesmal nicht gewogen, es war wesentlich kälter als im Dezember. Wir wurden mit Regen und Temperaturen unter 20 Grad begrüßt. Am ersten Tag mussten wir vom Strand wegsprinten, da plötzlich dicke Tropfen auf uns herabregneten und am Abend gab es ein Unwetter inkl. Gewitter, sodass wir erst mal unseren Balkon trockenlegen mussten, damit das Wasser nicht das Zimmer überflutet *seufz*
Die Stromleitungen sind für derartige Mengen auch nicht ausgelegt, also gab es ein paar Stromausfälle - aber egal, wir waren ja im Urlaub. Und ab Tag 2 war es "nur" noch so windig, dass die Wärme der Sonne nicht dagegen ankam. Gegen Nachmittag musste ich mir was überziehen. 

Die Gäste trauen sich auch wieder nach Ägypten und so musste man doch das ein oder andere Mal beim Essen Schlange stehen und hoffen, dass man einen Platz in der ersten Strandreihe bekam. (Hatten immer Glück)

Doch nicht nur die Gäste waren mehr, auch die Quallen, was dazu führte, dass ich relativ wenig Schnorcheln war, da ich die Biester nicht vertrug :( Berührte mich eine dieser kleinen Tierchen, bekam ich Schmerzen, während andere durch die Schwärme hindurchschwammen, ohne etwas zu merken - wie unfair -.-

Aber aufgrund der Temperatur konnte man eh nur mittags ins Wasser, dann mit Neopren-Shorty, ohne konnte man schonmal eine halbe Stunde brauchen, bis man sich ins Wasser traute (wenn man auch zu faul ist, den Anzug anzuziehen *hüstel*) - leider war der Pool ebenso kalt.

Gegen Nachmittag pfiff der Wind ohne Ende, sodass wir jeden Tag gegen Abend einen Spaziergang einlegten, da wir nicht mehr ins Wasser konnten, ohne zu erfrieren. Hatte aber auch seine Vorteile, wenn mir auch Schnorcheln lieber ist.

Links neben unserem Hotel ist nichts als Wüste ...


Zeit zum Abendessen :)

 Und Mittagessen gab's auch hier


Aber ein paar Unterwasser-Bilder gibt's dennoch - im nächsten Teil ;)

Rezension: Der Geist von Richard Laymon

Montag, 25. August 2014| | 0 Kommentare

Inhalt:
So ein Ouija-Brett strahlt eine ungeheure Faszination aus, der sich kaum jemand entziehen kann. So geht es auch einer Gruppe Studenten, die so ein Brett auf der Abschiedsparty von ihrer Dozentin finden. Schnell haben sie auch Kontakt zu einem Geist, der ihnen von einem Schatz in den Bergen erzählt. Natürlich macht sich die Gruppe sofort auf den Weg in die einsame Gegend um den Schatz zu finden. Doch sie sind nicht alleine......


Originaltitel: Darkness, Tell Us
Seitenzahl: 512
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch


Meine Meinung:
Auch in „Der Geist“ sind es, wie sollte es anders sein, Teenager, die Laymon ungebremst und natürlich ungewollt auf eine Katastrophe zusteuern lässt. Die aber trotz der eigentlich prekären Situation in die sie sich begeben, mit ihren fort weg im Kopf vorhandenen, ordinären Gedanken, den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringen. Feuchte Schlüpfer und ausgebeulte Unterhosen sind zwei seiner Markenzeichen, und gehören neben der Gewalt, dem Horror zu Laymon wie die Tinte zum Papier. Wie eben schon der Klappentext vermuten lässt, steckt hinter dem Spiel mit dem Ouija-Brett, der Kontaktaufnahme mit einem „wahren“ Geist und der anschließenden, fröhlichen Klettertour in eine Bergregion Kaliforniens nichts Gutes und wird, wie sollte es anders sein, ein Kampf um Leben und Tod.“

Laymon ist bekanntlich ein Meister darin, bis noch vor kurzem junge glückliche Menschen, von jetzt auf gleich, in einen Sog des puren Horrors abdriften zu lassen, der sich zwangläufig nach unten hin zunehmend verengt, und sich das Böse wie eine imaginäre um den Hals liegende Schlinge zuschnürt. Nicht jede seiner Figuren kann sich am Ende des Romans auf die Schulter klopfen, und die Worte „Happy End“ für sich beanspruchen.

In „Der Geist“ merkt man relativ schnell, dass die Geschichte auf ein echtes Finale, auf einen „Showdown“ zusteuert, und es somit natürlich nicht verwunderlich ist, dass die eingebetteten Elemente des Horrors zuerst rar gesät sind und erst gegen Ende aus ihrem Schlummerschlaf herausbrechen.
Das tut dem Spaß an der Story aber keinen Abbruch, denn Laymon schiebt clever und durchdacht die Gedankengänge seiner Protagonisten immer wieder in den Vordergrund, um die eigentliche Geschichte in manchen Passagen einfach mal kurz ruhen zu lassen.
In „Der Geist“, der in zwei Erzählstränge aufgegliedert ist - auch das ist ja nun keine Weltneuheit bei Laymon - sind es Coreen und Howard, aus deren Sicht man diese „Abenteuer-Story“ und ihre eigentlich, der Situation völlig unangepassten aberwitzigen Gedanken erlebt.
Diese Gedankengänge sind es, die seine Figuren charakterisieren, und sich somit zweifelsfrei identifizieren und seiner Feder zuordnen lassen.

Natürlich stehen die Gewaltverherrlichung, das Einbringen Hormon gesteuerter, extrem notgeiler Teenager, die nur von sexuellen Phantasien geleitet werden, als Markenzeichen für seine Arbeit, aber ihn aber nur darauf zu reduzieren wäre natürlich viel zu einfach, viel zu billig und würde ihm in keinster Weise gerecht werden.
Denn Laymon beweist gerade wieder in „Der Geist“ sein unglaubliches Fingerspitzengefühl bei den Dialogen zwischen seinen Figuren, bei dem sein Faible für den drehbuchartigen Stil, diese Sprache, kurz und knackig auf den Punkt gebracht, voll zur Entfaltung kommt und nicht nur diesen, sondern all seine Romane immer wieder extrem aufwertet, auch wenn die Story vielleicht mal eine schwächere ist.
Die Geschichte in „Der Geist“ steht in erster Linie für ganz viel nackte und prickelnde Haut, besudelt mit dem einen oder anderen Tropfen klebrigen Bluts und schlüpfrigen Gedanken, die ohne Unterlass in so manchem Protagonistenhirn ihre Entstehung feiern.
Die Brutalität hält sich ein Stück weit in Grenzen, und erst gegen Ende hin holt Laymon noch einmal die Keule für den Rundumschlag heraus. Auch wenn die Geschichte vielleicht nicht die intensivste ist, diesen Umstand verdanken wir meines Erachtens nach der Länge des Romans, so ist die eigentliche Idee zu diesem Werk eine wie ich finde sehr gute. Kurz um, Laymon punktet neben der feucht warmen Erotik, die die Lenden zum Beben bringt, mit den Dialogen, die dem Geist das Brandzeichen „must read“ aufdrücken.

Fazit:
nackte Haut, Blut und ein großes Finish - ein typischer Laymon!




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