Rezension: Aschenputtel von Kristina Ohlsson

Montag, 20. Mai 2013| | 0 Kommentare

Guten Tag! Heute habe ich mal wieder einen skandinavischen Krimi für Euch im Gepäck...

Kristina Ohlsson - Aschenputtel

Inhalt:
Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus auf den Bahnsteig, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Dutzende potenzieller Zeugen haben nichts beobachtet.

Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Zunächst sieht es so aus, als stecke der Vater des Mädchens selbst dahinter. Doch dann wird das Kind tot in Nordschweden gefunden. Wenig später wird ein zweites Kind verschleppt, und der Fall entwickelt sich zu einem Albtraum – denn der Mörder ist nicht nur skrupellos, sondern geradezu brillant in seinem Tun …

Taschenbuch
Seitenanzahl: 495
Verlag: blanvalet
Sprache: deutsch


Meine Meinung:
Eine neue Autorin stellt uns ihr Debüt vor und es ist wirklich gelungen, ein Buch, was ich nicht mehr so schnell aus der Hand legen wollte und es zog mich mit - was nicht immer gelingt.

Wir erleben eine Kindesentführung, die dann letztendlich mit dem Tod des Mädchens endet und damit beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, denn bald gibt es die nächste Entführung mit einem Baby aus dem Kinderwagen im Garten der Eltern.
Besonders interessant fand ich die Darstellung der Ermittler.
Dagegen wirkten die betroffenen Eltern sehr blass und ein wenig farblos, was sicherlich gewollt war, denn die Serie geht weiter und so werden wir sicherlich auch noch mehr über den Chefermittler Alex Recht erfahren.
Er wird hier in diesem Debüt sehr widersprüchlich dargestellt. So gilt er als besonders erfahrenerer und erfolgreicher Ermittler, was sich in den aktuellen Ermittlungen allerdings nicht zeigen lässt.

So setzt er erst auf den falsche Täter, lässt andere Spuren unberücksichtigt und scheint auch starke persönliche Befindlichkeiten gegenüber seinen anderen Kollegen zu haben.

Auf der anderen Seite erleben wir mit Peder einen Kommissar, der mit mit dem Leben als Zwillingsvater und seiner an Kindbettsdepression erkrankten Frau nicht klar kommt.
So reißt er immer wieder aus diesem Privatleben aus, geht mit seinen Kumpels trinken und betrügt seine Frau. Auch wenn man es es sich eigentlich nicht vorstellen möchte, realistisch scheint es trotzdem.

Dann gibt es auch noch eine Neueinsteigerin, die den beiden erfahrenen Kriminalisten an die Seite gestellt wird - Frederika - eher der akademische Typ, der alles mehr aus der Außensicht und sehr sachlich darstellt - also nicht eher die typisch weibliche Rolle, die hier mit ihr besetzt wird. Insgesamt fügt sich das Ermittlertrio für mich zu einem harmonischen Ganzen, mit den ganzen täglichen Höhen und Tiefen, die man auch selbst im Arbeitsalltag erlebt - neben der wirklich spannenden Story punktet bei mir auch die detaillierte Innensicht der Ermittler, es macht Spaß weiter zulesen und auch mitzuerleben, wie sich der Fall löst.
Das Ende kam mir dann plötzlich doch ein wenig zu rasch, wenn auch gleich es sehr überraschend war. 

Fazit:
für Freunde von detaillierten und spannenden Krimis!

 

Unsere Hamster: Moreno

Sonntag, 19. Mai 2013| | 4 Kommentare

Das Teufelchen sucht ja mittlerweile auch ab und an den Auslauf heim und da hab ich natürlich Beweisfotos...



Auch im Auslauf wird gerne gefuttert...



Aber man muss auch arbeiten und die Spuren der anderen tilgen:



Die Box mag er  :)



Sein Zuhause aber mehr *gg*



Noch ne kleine Nahaufnahme <3


Filmkritik: Django Unchained

Mittwoch, 15. Mai 2013| | 2 Kommentare

Django Unchained

Inhalt:
Django Unchained erzählt die Geschichte eines Kopfgeldjägers (Christoph Waltz, zum zweiten Mal erhielt er hierfür den Golden Globe), der einen Sklaven (Jamie Foxx) befreit, um an wichtige Informationen zu gelangen. Dabei wird letzterer mit den berufstypischen Qualifikationen vertraut gemacht, da sich dieser als überaus nützlicher Handlanger und zudem eindrucksvollem Naturtalent herausmacht. Als die Arbeit jedoch getan und der Job erledigt ist, hilft Dr. King Schultz dem nun freien Mann Django seine Frau aus den Händen des sardistischen Plantagen-Besitzers Calvin Candy (DiCaprio) zu befreien. Ein nicht allzu leichtes Unterfangen, wie sich herausstellt...

Originaltitel: Django Unchained
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: 165 Minuten
FSK: 16
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Walz, Leonardo DiCaprio

Meine Meinung:
Django Unchained ist ganz klar ein echter Tarantino geworden. Faktoren, die dies untermauern, sind beispielsweise Blut, Gemetzel, ach ja und Totschlag natürlich auch. Die Rollen dieses "Southern" betrachtend, sind auch hier wie bei Inglourious Basterds einige Meisterleisungen an Darstellungen geboten:

An erster Stelle ist hierbei natürlich Christoph Waltz zu nennen, der auf ganzer Linie mit seiner süffisant-intellektuellen aber gleichzeitig auch schockierend und geistreichen Natur überzeugt, die er an den Tag legt. Man könnte fast meinen, Oberst Landa aus Tarantinos Abrechnung mit dem 2. Weltkrieg wäre hier wieder auferstanden, denn seine Rolle gibt er beinahe identisch (inklusive Gestik und Mimik) fast genauso hier.
Jamie Foxx spielt den Sklaven Django, der zu einem freien Mann und Vorzeigebild für die Emanzipation und Befreiung der unterdrückten Schwarzen wird und spielt dies mit ziemlicher Routine. Dies wirkt jedoch im Vergleich zu Waltz Rolle wenig unterhaltsam und dahingehend viel zu langweilig, leider.
Leonardo DiCaprio als letzter erwähnenswerter Charakter spielt den Oberbösewicht Calvin Candy mit einer solchen charakterlichen Boshaftigkeit, dass es einem kalt den Rücken runter läuft.
Läuft er erstmal so richtig auf Touren hoch, möchte man sich fast unter dem Kinosessel verstecken. Hierbei kann festgestellt werden, dass die beiden Schauspieler Waltz und DiCaprio versuchen, einander an die Wand zu spielen, jedoch steht der Export-Österreicher etwas im Schatten des Hollywood-Beaus. Ob dies an der Vorlage des Drehbuchs und so gewollt ist oder doch eine Konsequenz der Erfahrung beider Schauspieler muss im Raum stehen gelassen werden.

Nun zur Handlung: Ja, es gibt eine! Das tolle an allen Tarantino - Filmen ist, dass sie neben einem Feuerwerk an blutlastiger Action auch immer eine interessante Story bieten und versuchen, gesellschaftlich tabuisierte geschichtliche Ereignisse mit einer solchen Kunst zu präsentieren und interessant darzubieten, dass es eine Freude ist.
Tarantinos „Western“ ist daher keine Ausnahme, stellt er doch den dunklen Flecken Amerikas Vergangenheit mit der Rassentrennung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Da diese Themen so gut wie nie in Western vorkommen, nennt Tarantino selbst laut Interviews seinen Film einen „Southern“.
Die Story von „Django Unchained“ ist relativ überschaubar, jedoch bietet sie den idealen Erzählrahmen für die Entwicklung der Charaktere, allen voran dem von Jamie Foxx gespielten Djangos. Ein beliebtes Motiv in Tarantinos Filmen ist das „Rache-Motiv“, was auch hier vorwiegend nur zu gern ausgelebt wird. Tarantino zu folge ist dieses Motiv nicht nur speziell seine Vorliebe, auch dramaturgische Besonderheiten á la Shakespeare hätten dieses Motiv ja zur Höchstform erhoben, da die Rache auslösende Situation eine emotionale Achterbahn darstellt, die der Zuschauer nur allzu gut mitfühlen kann.

Die Musik stellt bei allen Filmen von Tarantino eine künstlerische Besonderheit dar, die gewissen Szenen besondere Ausdrucksfähigkeit verleiht und sie so für immer ins Kinoherz bzw. –Hirn brennen lässt.

Was diesmal bezüglich des Tarantino - Stils jedoch auffällt ist, dass die Kapitelüberschriften, die sonst gewisse Handlungsstränge oder Zeitabschnitte optisch markierten diesmal ausgelassen wurden. Schade…das ist dann doch irgendwie abgegangen.
Die Zeit vergeht bei „Django Unchained“ an und für sich schnell, lediglich in der Mitte findet sich eine gefühlsmäßig zähe und langwierige Stelle, die allerdings aber auch die nötige Anlauf- und Aufwärmzeit bietet für die Höhepunkte gegen Ende.
Mehrzahl deswegen, weil der Film nicht mit dem im Trailer angekündigten Finale DiCaprio vs. Django bzw. Dr. King Schulz endet, sondern dies lediglich eine Brücke zu zwei bis drei letzten Handlungsszenarien darstellt. Dies ist darüber hinaus der gewisse Überraschungseffekt, da der Film noch gut eine viertel – bis halbe stunde dort weitermacht, wo man zeitweise im Kino glaubt, bereits das Ende zu vermuten.


Fazit:
Ein Muss für jeden Tarantino - Fan!


Unsere Hamster: Caos

Sonntag, 12. Mai 2013| | 5 Kommentare

So, mal schauen, ob ihr dieses schlanke Kerlchen erkennt :D



Caos hat gut abgespeckt, oder? ;)



Ich hab ja gesagt, ich leg mich für euch auf die Lauer und hab ihn im Auslauf erwischt - allerdings ist er meist viel zu schnell, daher hab ich die Chance genutzt, als es was Leckeres im Auslauf gab :D



Caos steht nämlich total drauf :)



Da wird alles plattgemacht...




Und so wurde aus ihm doch noch ein Auslaufjunkie ;) 

Rezension: Tote Straßen von Daniela Herbst

Freitag, 10. Mai 2013| | 1 Kommentare

Daniela Herbst - Tote Straßen



Inhalt:
Sarah ist plötzlich allein in der Stadt, alles scheint wie ausgestorben, sie selbst ist heil, aber fast nackt. Bald merkt sie das, dass sie nicht alleine ist. Jemand ist hinter ihr her, jemand, der sie bald an ihrem Verstand zweifeln lässt…

eBook
Seitenanzahl Print:
55
Sprache: deutsch

Meine Meinung:

Mal wieder ein Buch, das eine Zusammenfassung sehr schwer macht, ohne zuviel zu verraten.

Es gibt in dem Buch nur eine Hauptperson, Sarah, die sich fast nackt an einem düsteren, leblosen Ort wiederfindet. Sie erlebt Dinge, die einem die Kehle zuschnüren. Obwohl man fast nichts über Sarah erfährt, katapultiert die Autorin einen in ihren Körper, sodass man ihre Angst fast übernimmt, so beklemmend ist die Atmosphäre.

Unversehens wird man aber in eine "Welt" geworfen, in der man etwas mehr über die Hintergründe erfährt - aber leider nicht genug. Ich verstehe, was die Autorin sagen wollte, dennoch erschien mir nach dem Lesen alles recht sinnlos und unzusammenhängend. Die Auflösung war trotz der frühen Erkenntnis angsteinflössend, aber zum Ende hin nicht wirklich schlüssig und erklärt.

Ich bin hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll: einerseits gelang Frau Herbst eine wirklich düstere, beklemmende Atmosphäre, sie schaffte es, die Angst der Hauptperson zu übertragen, obwohl man keinerlei Verbindung zu ihr hat.
Andererseits macht einiges in dem Buch keinen Sinn.
Ohne die parallele Geschichte wäre das Buch besser dran gewesen.

Schreiben und mit Worten umgehen kann die Autorin, doch letztendlich war alles durch die Perspektivenwechsel zu zäh, sie hätte sich nur auf den Horroraspekt konzentrieren sollen, der ein toller Ansatz war bzw. die Auflösung anders gestalten sollen. 

Fazit:
unzusammenhängender Albtraum


Vielen Dank an Daniela Herbst für die Möglichkeit, ihre Geschichte zu lesen!

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