Rezension: Population Zero von Wrath James White

Donnerstag, 27. November 2014| | 0 Kommentare

Wrath James White - Population Zero

 

Inhalt:
In 50 Jahren wird die Erde total überbevölkert sein und doch vermehrt sich die Menschheit unaufhaltsam, gerade jene, die es sich eigentlich nicht leisten können. Als Sozialarbeiter bekommt Todd das täglich zu sehen: die Ärmsten haben die meisten Kinder. Der Umweltaktivist beschließt, etwas dagegen zu tun - mit drastischen Mitteln ...

Taschenbuch
Seitenanzahl: 160
Verlag: Festa
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch
 
Meine Meinung:
Wo Festa Extrem draufsteht, ist auch Festa Extrem drin - so auch in diesem Fall. Jedoch hab ich noch nie ein Buch dieser Art gelesen, das mich auch noch im Nachhinein beschäftigt wie "Population Zero".

Das Thema schon an sich ist hochinteressant, denn mittlerweile sollte es angekommen sein, dass wir viel zu viele sind und unsere Erde ausbeuten. Wir töten zu viele Tiere unnötigerweise und produzieren zu viel Müll und dergleichen - wir steuern auf den Abgrund zu. 

Das sieht auch Todd Hammerstein zu, der streng katholisch erzogen wurde und schon in der Kindheit seine Lektionen gelernt hat. Als Umweltaktivist geht ihm die Ausbeutung der Erde gehörig gegen den Strich, und mit jedem Menschen, der geboren wird, dreht sich das Karussell schneller. 

Die Schilderungen seines Alltags auf dem Sozialamt empfand ich als unheimlich deprimierend, dabei ist es teilweise wohl sicher so.  Aber sie zeigen dem Leser auf, wie Todd überhaupt auf solch eine Idee kommen kann. Anfangs ist es noch relativ "harmlos": Abtreibung und Sterilisierung gegen monatlichen Scheck der Sozialhilfe. Doch für Todd ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein und er geht soweit, dass das Buch sich den Stempel Extrem in meinen Augen mehr als verdient.

So einige Szenen taten mir weh, nicht die plastischen, blutigen, andere, die man als fühlender Mensch wohl so schnell nicht mehr aus seinem Kopf bekommt, obwohl man sie sich gar nicht so genau vorstellen mochte. Nur ließ das der Autor nicht zu: mit seinem tollen Schreibstil schildert er detailliert Todds Handlungsweise, lässt uns an all den Gräueltaten teilhaben, aber ohne dabei ins kranke, voyeuristische abzudriften. Er verdeutlichte damit seine Geschichte, es war (zumindest für mich) Mittel zum Zweck, nicht der Hauptinhalt des Buches, wie es oftmals in den Genre ist. White wollte natürlich schocken, aber mehr um der Geschichte, nicht um des Schockens willen. Manchmal hätte ich mir fast gewünscht, es wäre anders.

Extrem muss nicht immer "hirnlos" extrem sein; Extrem kann auch in einer ernstzunehmenden Geschichte mit sensibler Thematik eingebaut sein - gerne mehr davon!

Population Zero ist definitiv ein Buch, das im Kopf bleibt, sofern man sich darauf einlässt!

Info:
Dieses Buch gibt es gedruckt NUR beim Festa-Verlag als Privatdruck ohne ISBN.
Teil der Festa Extrem – Reihe – von Fans für Fans.

Fazit:
Bleibt einem im Kopf

Lesung: Sebastian Fitzek "Passagier 23"

Freitag, 21. November 2014| | 0 Kommentare

Zufällig entdeckte ich vor kurzem, dass Sebastian Fitzek auf seiner Lesetour zu "Passagier 23" auch in meine Nähe kommt, in den Thalia Erlangen. Wie man auf der Lesung selbst erfahren hat, war er dort auch nicht das erste Mal - aber gut, ich hab's das erste Mal mitbekommen.
Seine Bücher reizen mich ja nicht mehr so (wie alle Krimis und Thriller momentan), aber da ich ihn recht sympathisch finde (z.B. auf Facebook), klingelte ich mal bei meiner Freundin durch, die dann auch prompt Karten besorgte.

Schön war auch, dass eine gute Bekannte aus Facebook (Schleichwerbung an: Schwesternrezension) spontan entschloss, einen längeren Weg auf sich zu nehmen und sich uns anzuschließen - somit lernte ich nicht nur Sebastian Fitzek persönlich kennen ;)

Also ging's 3 Tage nach dem Urlaub nach Erlangen, wo ich Jasmin traf und wir es uns erstmal schmecken ließen.
Gut war, dass Jasmin Lesungserfahrung (für mich war es die zweite) hatte und meinte, wir sollten doch recht bald aufbrechen - Recht hatte sie, denn als wir bei Thalia ankamen, war schon eine nicht gerade kleine Schlange vorhanden. Und trotzdem waren wir noch im ersten Drittel, als alle anstanden. 



Nachdem wir im hinteren Drittel dann unsere anderen Teilnehmer gefunden hatten (*wink*), ging's dann ab in die 4. Reihe. Mit großen Köpfen vor uns, was sonst? Aber ich hatte dann doch einen ganz guten Blick, zwischen zwei Köpfen ;)






Der Applaus war ausdauernd, als dann Sebastian Fitzek auftauchte - obwohl einige ihn wohl schon öfter gesehen hatten.
Gelesen hat er natürlich aus Passagier 23, das ich mir auch mal vornehmen werde. Wer an der Lesung teilgenommen hat, wird sich allerdings zweimal überlegen, ob so eine Kreuzfahrt was Gutes ist ... *grusel*

Denn Herr Fitzek hat erzählt, wie er auf die Idee zum Buch kam und da kann man schon Gänsehaut bekommen: Jedes Jahr verschwinden nicht wenige Personen auf Kreuzfahrtschiffen und tauchen nie wieder auf. Die Reedereien bringen dann ihr Standardsprüchlein mit Selbstmord, sind mehrere Personen beteiligt, sei es erweiterter Selbstmord. Ähm, ja ... Noch Interesse an der Aida?



Lustig hingegen waren seine eigenen Erlebnisse auf Kreuzfahrten - sehr charmant und durchaus mit der Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, amüsierte er uns und entlockte seinen Zuhörern einige Lacher. Und er hat Recht - er redet wirklich viel :)



Sehr amüsant war auch der Standort der Lesung - wem fällt's auf? ;)


Nach ca. einer Stunde ging's zur Fragerunde, die manch einer aber etwas besser hätte nutzen können (Manches ist doch wirklich klar, muss man sowas fragen?). Und ich kam nicht dran *seufz*
Um die Leute etwas zu locken, wurde das Ganze mit Schiffe versenken aufgewertet, wo es etwas zu gewinnen gab. Nur ungünstig, wenn gleich die ersten beiden richtig liegen ...
Aufgrund des Redeflusses des Autors gab es allerdings eh nicht so viele Fragen, aber bei der sympathischen Beantwortung machte das nichts aus.

Und dann natürlich: Signierstunde! Alle stürzten hin, wir blieben sitzen, waren dann aber noch bei weitem nicht die Letzten, als wir dran kamen. Da kann man verstehen, wenn irgendwann einmal etwas die Luft heraus ist (war zumindest mein Eindruck), aber schön, dass er sich das nicht hat anmerken lassen und signierte (auch 5 Bücher auf einmal *lach*) und sich fotografieren ließ. Und nein, das Foto zeig ich euch nicht ;) Obwohl ich's trotz hochrotem Kopf meinerseits sehr schön finde.

Es war eine super Lesung, interessant, humorvoll, mit einem Autor, der nicht nur über die Social Networks sympathisch wirkt.

Könnte mir definitiv noch mehr Lesungen vorstellen - wo bleibt Herr King? :)

Rezension: Bierbrut von Nikolas Preil

Montag, 17. November 2014| | 0 Kommentare


Nikolas Preil - Bierbrut
 
 


Inhalt:
Bernd Marquardt ist geschieden und arbeitslos – gerade, als ihm das Geld gestrichen wird, findet er den perfekten Job: er soll das neue Bier „Hanseaten-Bräu“ an den Mann bringen. Das fällt ihm erstaunlich leicht, denn das Bier ist das leckerste und macht regelrecht süchtig. Nur über die Nebenwirkungen hat ihn keiner aufgeklärt ...


eBook  
Seitenanzahl Print: 186  
Erscheinungsjahr: 2014 
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
„Bierbrut“ fängt langsam an, erzählt aus Bernds Leben, von seiner Trennung, den Besuchen seiner Kinder und wie er sich nutzlos fühlt, bis er einen neuen Job bekommt. Von da an läuft alles besser, seine Ex sieht in mit anderen Augen und auch die Kinder sind wieder stolz auf ihn. Dass er verfolgt und überfallen wird, scheint da ein geringer Preis zu sein.

Langsam arbeitet sich der normale Lesegenuss, in dem man mit Bernd kennenlernt, mit ihm sympathisiert, mitfühlt, sich wundert, was mit ihm passiert, in eine Story, wo Kotze gegessen und allerlei anderes Ekliges auf den Tisch gepackt wird.

Der erste Teil riss mich regelrecht mit und obwohl eigentlich nicht viel passiert, ist es spannend und interessant. Aber ich war gewarnt, wusste, dass der Hardcore-Gang eingelegt wird und tatsächlich: ab und zu dachte ich mir schon mal „urgs!“ Doch dann nahm es eine Wendung, die mir schon etwas zu viel war und den Gesamteindruck doch schmälerte.

Hätte in meinen Augen nicht sein müssen, auch wenn es nichtsdestotrotz eine gute Geschichte ist. Leider blieben noch einige Fragen offen, wo ich hoffe, sie vielleicht doch noch beantwortet zu bekommen.

Bierbrut ist spannend und mitreissend, sehr gut geschrieben und bildhaft (manchmal etwas zu sehr), entwickelt sich langsam, aber nicht, dass man gelangweilt ist. Zartbesaitete Leser sollten die Finger von lassen und sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen – das kann durchaus auf den Magen schlagen!

Trotz des etwas absurden Teils gegen Ende allemal eine Empfehlung wert und ich bin gespannt, was es mit dem Nachfolger „Amok Snuff“ auf sich hat!

Info:

Teil 1 einer Reihe in sich abgeschlossener Romane mit rotem Faden


Band 1: Bierbrut
Band 2: Amok Snuff
Band 3: Das Fremde
Band 4: Opferstadt
Band 5: Übermensch (erscheint im Oktober 2014) 


Fazit:
Spannend und interessant


Rezension: Dunkle Vision von Kirk Spader

Mittwoch, 12. November 2014| | 0 Kommentare


Kirk Spader - Dunkle Vision



Inhalt:
Finn Laurenz hat Visionen. Er träumt von Dingen, die dann wirklich geschehen. Als er von einem Attentat träumt, denkt er, ihn verhindern zu können – aber sein Traum hat ihm nicht alles verraten ...

eBook
Seitenanzahl Print: 17
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Wer Kurzgeschichten mag, wird auch diese mögen, denn sie hat alles, was man braucht. Action, interessante Charaktere und einen Twist, den man so nicht vorhergesehen hat.

Diese kleine Geschichte geht rasant vonstatten, dennoch findet der Autor Zeit, uns seinen Protagonisten Finn vorzustellen und sympathisch zu machen. Lustig fand ich, dass er ein Schriftsteller ist, der bei der Buchmesse ausgezeichnet werden soll ... Eigentlich ist er ganz normal – wenn da nicht seine Träume wären, die dazu neigen, wahr zu werden.

Würdest du denn die Zukunft ändern, wenn du sie kennen würdest? Finn entscheidet sich dazu, aber letztendlich ist nichts, wie es scheint – und das ist gut für den Leser. Der Twist hat mich nämlich überrascht. Ob er weit hergeholt ist, bleibt jedem selbst überlassen – mir hat er gefallen.

Auf wenigen Seiten eine komplette Geschichte zufriedenstellend erzählen, kann nicht jeder – Kirk Spader kann es.

Fazit:
Würdest du die Zukunft ändern?




Unser Wuffi Jasper

Montag, 10. November 2014| | 0 Kommentare

Ein Engel kommt in den Himmel


geboren 06/07.2012 – gestorben ca. 07.11.2014

Mein kleiner Jasper, warum? Warum war es uns nicht vergönnt gewesen, uns noch einmal zu sehen? Als wir wegfuhren ging es dir so gut, du wolltest sogar wieder in den Auslauf. Eure Sitterin verriet uns, wie gut du gegessen hast, dass alles okay war. Als wir heimkamen, sahen wir zuerst den Farmy – fast vertilgt innerhalb von zwei Wochen. Doch dann war da die Gurke. Nicht angerührt, ebensowenig wie das Futter. Da wussten wir es und mussten dich nur noch finden. Obwohl du so gern im Spielplatz gewohnt hast, warst du in deinem Haus – wir können uns nur um ein, zwei Tage verpasst haben. Es bricht uns das Herz, wir haben dich so vermisst und uns so auf dich gefreut.
Du warst so ein Engel, dein Blick ließ mich dahin schmelzen – du hättest keiner Fliege was tun können. Du warst ruhig, aber immer präsent, hast wenigstens mal Hallo gesagt. Dann waren die aufgedrehten Phasen, in denen du um Auslauf gebettelt hast. Wenn du warten musstest, weil er belegt warst, hast du dich wie ein Hund hingelegt und gewartet, dass wir zu dir kamen – einmalig, mein Schatz! Oder du hast nicht locker gelassen und ich durfte mit zwei Hamstern jonglieren :D

Es tut weh, dass dein Spielplatz jetzt leer ist, der Napf nicht mehr von dir geplündert wird und keine süßen Knopfaugen uns mehr becircen. Du fehlst uns jetzt schon.
Es ist schwer für uns, nicht bei dir gewesen zu sein. Wir waren immer da – nur jetzt nicht.
Unser einziger Trost ist, dass du wohl friedlich eingeschlafen bist, dass wir nichts hätten tun können, wenn wir hier gewesen wären – außer noch etwas Zeit mit dir zu verbringen.

Es gibt immer ein Wiedersehen – so auch bei uns. Warte auf uns!

Wir lieben dich, Engelchen, und du wirst immer in unserem Herzen sein!

In großem Schmerz

Mama & Papa

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
 
Impressum
Copyright © 2012 Thoughts of Moon | Design by Shaybay Designs