Rezension: Basar der bösen Träume von Stephen King

Sonntag, 17. April 2016| | 0 Kommentare

Stephen King - Basar der bösen Träume





Inhalt:

20 Kurzgeschichten erwarten uns in "Basar der bösen Träume", eine weitere Kurzgeschichtensammlung aus der Feder von Stephen King.

HardcoverSeitenanzahl: 768
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Heyne
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Stephen King ist ein Autor, der zwei Schreibkünste beherrscht: er schreibt großartige Romane und großartige Kurzgeschichten. Wobei kurz hier manchmal das falsche Wort ist.

Dadurch war die Freude über einen neuen Kurzgeschichtenband natürlich groß, vor allem, da ich diesem Genre mittlerweile wesentlich mehr abgewinnen kann als früher noch.

Und doch wusste ich hier teilweise nicht, was ich von halten sollte.
Tolle, spannende Geschichten wechseln sich mit öden und teilweise sinnlosen Geschichten ab. Ein faszinierendes Werk wie "Ur" taucht im gleichen Buch auf wie das unsagbar langweilige "Premium Harmony". Dann wieder kommen seitenlange Baseballspielzüge an der Reihe ("Blockade Billy") und langweilen einen kein bisschen.
Die Qualität der Geschichten schwankt einfach. Und von manchen könnte man gar meinen, sie seien nicht von ihm geschrieben.

Irgendwie hab ich mehr erwartet, was auch daran lag, dass natürlich manche Geschichten schon bekannt waren, da sie früher veröffentlicht wurden (wie z.B. "Böser kleiner Junge" oder eben auch "Ur")
Was mir allerdings sehr gefallen hat, sind seine einführenden Erklärungen, wie er auf die Ideen kam - sehr interessant zu lesen.

Hier werden Albträume garantiert nicht wahr, denn keine der Geschichten hat das Zeug dazu, einen um den Schlaf zu bringen. Und bissig ist höchstens das Auto in "Raststätte Mile 81" (das auch schon bekannt war).
Doch langsam wird es wieder Zeit für einen echten King, für einen Roman, der einen nicht schlafen lässt, der einem noch lange nachgeht.

Aber wie das eben so ist: Nicht jedes Buch kann ein Meisterwerk sein - auch Stephen King ist nur ein Mensch.

Fazit:
Hier werden Albträume leider nicht wahr


Mein Dank gilt dem Heyne Verlag für die Zusendung des Buches!

Rezension: Ruf der Dunkelheit von V. Voss & C. Dupien

Dienstag, 15. März 2016| | 0 Kommentare

Vincent Voss & Constantin Dupien - Ruf der Dunkelheit





Inhalt:

Weihnachten 1914: Deutschland und England bekriegen sich, schlachten einander ab, jeder möchte den Sieg nach Hause holen. Dabei bedroht etwas Älteres, Gefährlicheres die Leben all derer im Schützengraben. Es ist dunkel, es ist böse. Und es ist erwacht.

eBook
Seitenanzahl Print: 116
Erscheinungsjahr: 2016
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Vincent Voss und Constantin Dupien haben sich zusammengetan, um einen Kurzroman zu schreiben. Kann ja eigentlich nur gut werden. Dennoch war ich etwas skeptisch, denn Kriegsschauplatz - naja. Nicht so mein Fall.
Gut, dass ich dennoch angefangen habe, zu lesen, denn bereits nach wenigen Seiten war ich absolut gefesselt.

Erzählt wird der Roman aus zwei Sichtweisen: Mallory, ein "Tommy" und Walter, ein "Kraut". Ein Engländer und ein Deutscher, jeder denkt, der andere sei das Monster. Und doch sind sie sich ähnlicher als gedacht. Jeder erlebt etwas, das ihn an seinem Verstand zweifeln lässt. Jeder weiß, dass da etwas ist.
Und als Leser ist man hautnah dabei, wenn Mallory das Loch entdeckt oder wenn Walter auf Mission geschickt wird. Man begleitet sie durch die Dunkelheit, läuft an den Leichen ihrer Kameraden vorbei.

Schnell vergisst man, dass man an der Front ist, obwohl das Leid und der Tod allgegenwärtig sind. Man friert mit den Soldaten, leidet mit ihnen - und doch weiß man, dass da mehr ist. Dass da etwas ist ... Man wird von Düsternis belegt.

Ich wurde absolut in den Bann gezogen, war gespannt, was geschehen und worauf alles hinauslaufen wird. Nur ab und an ein paar krumme Sätze haben mich beim Lesen gestört - und das Ende. Das war mir einfach zu vorhersehbar und hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Da wäre mehr drin gewesen.

Und doch zeigen die beiden Autoren hier wieder einmal, was sie können. Ich bin gespannt, was man als nächstes erwarten darf.

Fazit:
Atmosphärische Horrorstory aus deutschen Landen


Danke an Constantin Dupien für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Fürchte den Donner von Jim Thompson

Samstag, 5. März 2016| | 0 Kommentare

Jim Thompson - Fürchte den Donner




Inhalt:

Nebraska, Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Ort, eine einflussreiche Familie, dutzende Verstrickungen. Verdon, die Fargos und viel Leid wie auch Irrsinn.

Taschenbuch
Seitenanzahl: 464
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Heyne Hardcore
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Ein Roman, bei dem es schwer fällt, den Inhalt zusammenzufassen, denn einen wirklich roten Faden gibt es nicht. Überhaupt ist das Buch so ganz anders als erwartet. Man sollte sich vom Label "Hardcore" nicht blenden lassen. Es erwartet einen kein Thriller oder Krimi oder gar ein schockierender Horrorroman, wie es das Vorwort erahnen lässt. Der Horror liegt hier im Leben.

Man folgt einer Familie Anfang des 20. Jahrhunderts und ihre Bemühungen, ihr persönliches Glück zu finden. Lincoln Fargo, der Patriarch, hat es für sich gefunden, wenn auch mit Einschränkungen. Oder doch überhaupt nicht? Seine Frau verfällt langsam den Wahnsinn, verkauft die Farm an Gott. Ein Anwalt aus der Stadt wiederum verklagt Gott daraufhin.

Es ist ein Netz aus Irrsinn und Verzwickungen, jede Geschichte nur durch einen Hauch mit der anderen verbunden - und doch unheimlich interessant.

Jim Thompson KANN schreiben. Anders lässt es nicht erklären, dass man bei solch banalen Storylines wie gebannt am Lesen ist, sich fragt, was nun wieder passiert und ob das Ganze in einem grauenhaftem Ende gipfelt - oder ob doch jemand es schafft, dem allen zu entrinnen.

Ein Roman über das Familienleben, das Erwachsenwerden, den Kampf und alles, was damit zusammenhängt. Das Ringen um Glück. In deutlicher Sprache, und zu einer Zeit, in der alles anders war als heute.

Ein faszinierender Roman, wenngleich ich meine Gedanken dazu gar nicht wirklich in Worte fassen kann, ohne zu viel zu verraten. Denn jedes Schicksal hat seine eigene Note in diesem Buch. 

Man darf kein Buch der Marke "Festa-Extrem" oder dergleichen erwarten, hier schwingen die ruhigen Töne, der leise Horror durch die Seiten.

In einer Zeit, in der es nur noch ums Schocken geht, in dem die Leser genau das erwarten, ist dieser Roman eine herrliche Abwechslung. Denn der Horror ist allgegenwärtig. Nur sieht er für jeden anders aus.

Fazit:
Leises Familiendrama

Vielen Dank an Heyne Hardcore für dieses Rezensionsexemplar! 

Rezension: Die Pestmagd von Brigitte Riebe

Dienstag, 23. Februar 2016| | 0 Kommentare

Brigitte Riebe - Die Pestmagd




Inhalt:

Johanna von Arnheim kämpft sich seit dem Tod ihres Mannes alleine durch. Doch als alleinstehende Frau hat sie es im 16. Jahrhundert mehr als schwer und als sie ihren Schwager zurückweist, lässt der sie wegen Gattenmordes anklagen. Nur der Arzt Vincent kann ihr noch helfen, doch die beiden verbinden Differenzen, die unüberwindbar scheinen. Zudem wütet die Pest in Köln und bedroht das Leben aller. Doch nicht nur deswegen ist Johanna in Gefahr ...

eBook
Seitenanzahl Print: 544
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Diana
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Eine starke Frau, die die Pest und die Obrigkeit im Rücken hat. Ein interessantes Szenario, das zu überzeugen weiß und durch das man sich dank der Spannung und Sprache schnell liest.

Johanna Arnheim ist eine starke Frau, aber nicht wie so viele andere in diesen Romanen, auch sie hat Schwächen und zeigt sich einmal schwach. Sie hat Geheimnisse und kämpft Tag für Tag.
Dass sie mit Vincent etwas Unschönes verbindet, merkt man recht schnell, wenngleich man natürlich auch herauslesen kann, worum es geht. Auch Vincent hat seine Schwächen und Kanten, ist nicht der Ritter in weißer Rüstung, sondern muss selbst erst über seinen Schatten springen.

Sehr interessant sind hier ebenfalls die doch vielen Nebencharaktere, die dem Buch durch die wechselnden Sichtweisen eine gewisse Tiefe verleihen.
Sei es die Hure Bella, der Badewirt oder andere ungebetene Besucher aus Johannas Vergangenheit, jeder spielt eine wichtige Rolle und fügt sich perfekt ins Ganze ein.

Normalerweise gelingt es Autoren selten, eine doch recht große Anzahl an Nebencharakteren passend unterzubringen, aber in diesem Fall kann man sich alles erinnern, da jeder seine Aufgabe hat.

Alles fügt sich zu einem interessanten und vor allem spannenden Ganzen zusammen. Die grobe Linie erkennt man zwar recht früh, dennoch warten die ein oder andere Überraschung auf den Leser.
Ich konnte es teilweise kaum aus der Hand legen, so gespannt war ich, wohin uns der Weg führen wird.

Interessante Charaktere, spannendes Setting und über allem der schwarze Tod - ein mehr als gelungener Historienroman, der Lust auf den zweiten Teil macht.

Fazit:
Spannender Historienroman mit interessanten Charakteren

 Ich danke dem Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Herzklopfen in Morgan Creek von Patricia Kay

Sonntag, 14. Februar 2016| | 0 Kommentare



Patricia Kay - Herzklopfen in Morgen Creek

Inhalt:
3 Geschichten über die Hathaway-Familie aus Morgan Creek.
In Band 1 lernt Bryce Hathaway Amy kennen und stellt sie als Kindermädchen für seine zwei Töchter ein. Doch er ahnt nicht, dass Amy mit ihrer eigenen Tochter auf der Flucht ist ...
Band 2 ist Bryce' Schwester Claudia gewidmet, die zwischen zwei Männern steht, als sie John kennenlernt, während sie mit seinem Cousin Philip ausgeht. Und John ist Philip auf noch ganz andere Art verpflichtet ...
In Band 3 flieht Lorna Hathaway auf der Suche nach dem großen Glück aus Morgan Creek und kämpft in ihrem neuen Job gegen ihren Boss. Nur ihrem Chatpartner vertraut sie ihre Ängste an - und traut sich doch nicht, ihn kennenzulernen.

Taschenbuch
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2015
Sprache: deutsch


Meine Meinung:
Als ich das Rezensionsexemplar für dieses Buch angenommen hatte, hatte ich mich auf etwas ähnliches wie die McDermott-Reihe von Marina Schuster gefreut, die ich ja jedesmal regelrecht verschlinge. Leichte Unterhaltung für Zwischendurch.

Genau das ist hier auch der Fall, man darf keine tiefschürfende Unterhaltung erwarten, schon gar nicht bei der Seitenanzahl für drei Geschichten. Allerdings fehlt diesen Bänden einfach der Charme. Sie sind austauschbar und besonders beim ersten Band hätte man aus der Thematik viel mehr rausholen können.

Irgendwie hatte ich gehofft, dass ich überzeugt werde, dass solche Romane nicht nur vor Klischees tropfen und von eindimensionalen Charakteren handeln, sondern auch wirklich unterhalten können, weswegen ich die Chance gerne angenommen habe, es einmal zu testen.

Die handelnden Personen sind durchaus sympathisch, sodass man mitfiebert, und besonders in Band 3 waren die Verstrickungen teilweise amüsant, aber alles war einfach vorhersehbar. Das ist bei anderen Büchern natürlich auch der Fall, aber hier fehlt einfach etwas. Es gibt keine Ecken und Kanten, keinen Humor, nur schwarz/weiß und so ist das Leben nun mal nicht.

Es ist nett für zwischendurch, einfach zu lesen - aber irgendwie wirkt es dennoch wie Massenware, es fehlt die Einzigartigkeit, das besondere Merkmal, wo man sagt: DAS will ich lesen. Oder mehr von der Autorin.
Das ist leider nicht der Fall, trotz der netten Familie und den durchaus guten Ideen. 

Wer nicht nachdenken möchte und nur etwas "Heile-Welt "  braucht, kann getrost zugreifen, denn unterhalten tut es. Aber es ist nichts, was einem im Kopf bleibt und berührt. 

Fazit:
Nett für zwischendurch 




Vielen Dank an den Cora-Verlag, dass ich dieses Buch rezensieren durfte.

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