Rezension: Castingshow von Andreas Acker

Donnerstag, 4. Februar 2016| | 1 Kommentare

Andreas Acker - Castingshow




Inhalt:
Autor Arne hat seit seinem Bestseller "File: Not found" nichts ordentliches mehr aufs Papier gebracht, glänzt stattdessen mit privaten Problem und Suppennudeln. Als sein Agent ihm die Pistole auf die Brust setzt, zieht er zähneknirschend in ein Hotel, um an einer Castingsshow für Autoren teilzunehmen. Geplant: eine feste Wortzahl pro Tag in Ruhe und Abgeschiedenheit. Nicht geplant: Konkurrenzkampf, Neid und nachts schreiende Frauen. In dieser Castingshow verläuft nichts nach Drehbuch.

eBook
Seitenanzahl Print: 385
Erscheinungsjahr: 2015
Sprache: deutsch

Meine Meinung:
Endlich ein neues Buch von Andreas Acker. Nach "Die Beschleunigung der Angst" und "Unrein" waren meine Erwartungen relativ hoch.

Diesmal wurde es ein Thriller mit einem ungewöhnlichem Thema: eine Castingshow für Autoren. Auf die Idee muss man erstmal kommen, selbst in unserer von solchen Shows überfluteten Zeit. Denn wer will schon ein paar Autoren beim Tippen zusehen?
Nach diesem Buch kann ich nur sagen: ich!

Auf keiner einzelnen Seite kam Langeweile auf, stattdessen wurden immer neue Fragen aufgeworfen. Aus der Ich-Perspektive erzählt uns Arne seine Sicht der Dinge, lässt den Leser an den Ereignissen im Wellnesshotel teilhaben, die alles andere als entspannend sind. Neid, Missgunst und Konkurrenzkampf bestimmen den Alltag. Selbst als Leser weiß man nicht, wem man trauen kann und wer nur ein Spiel spielt, um sich selbst die Sympathie der Zuschauer zu erkämpfen. Dabei hat Andreas Acker einen bunt gewürfelten Mix von Autoren zusammengestellt: Sachbuchautoren, abgehalfterte Musiker, Liebesroman- und Thrillerschreiber. Charismatische Typen und skurille Frauen. Und alle wunderbar mit einem schön bissigen Humor geschildert, sodass ich desöfteren schmunzeln, wenn nicht gar laut lachen musste. Herrlich!

Dabei muss ich ehrlich sagen, dass es keinen richtigen Sympathieträger gibt, denn auch Arne tut und tat in der Vergangenheit Dinge, die ihn einem nicht nur gewogen machen. Und ihn versteht man noch, kann seinen Gedanken folgen, wodurch man automatisch mit ihm mitfiebert. Doch der Rest aller bleibt recht undurchsichtig, was dafür sorgt, dass man sich permanent fragt: Wie geht es weiter?

Ohne große Actionereignisse wird man bei der Stange gehalten, fliegt durch die Seiten und überlegt ständig, ob das von der Show so geplant war, ob jemand anderes dahintersteckt und was zum Teufel das alles soll. Es fällt einem teilweise schwer, Pausen zu machen, denn die Kapitel sind verlockend kurz, sodass man leicht darin verfällt "noch schnell eins zu lesen" - bis das Buch mit einem Knall, mit dem man nicht rechnet, zu Ende geht.

Für mich hat sich Andreas Acker als einer DER deutschen Spannungsautoren fest etabliert. Er schafft es mit einer klaren und geraden Sprache, einen fest in seinen Bann zu ziehen - und dann lässt er einen nicht mehr los.

Fazit:
Die fesselndste Castingshow seit langem







Vielen lieben Dank an Andreas Acker, dass ich auch dieses Buch wieder rezensieren durfte!

Rezension: All die verdammt perfekten Tage

Samstag, 16. Januar 2016| | 0 Kommentare


Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage



Inhalt:
Finch trifft Violet, als er gerade vom Glockenturm  seiner Schule springen will. Stattdessen hält er sie vom selben Vorhaben ab und drängt sich in ihr Leben. Langsam lässt sie ihn an sich heran und merkt plötzlich, dass das Leben viele Gründe hat, es weiterzuleben, auch wenn man meint, es geht nicht weiter. Und auch Finch kann bei Violet er selbst sein, aber trotzdem seine Dämonen nicht abschütteln.

Taschenbuch
Seitenanzahl: 400
Verlag: Limes
Erscheinungsjahr: 2015
Sprache: deutsch


Meine Meinung:
Mal wieder eines der Bücher, wo ich nicht wirklich weiß, was ich davon halten soll.

Die Geschichte um Theodore Finch und Violet Markey ist berührend, aber auf manchen Strecken auch zu gewollt und sich ziehend. Und erneut eins dieser Jugendbücher, in denen die Protagonisten eigentlich ziemlich untypische Jugendliche sind. Es wird mit Virginia Woolf Zitaten und derer anderer Poeten und Autoren herumjongliert, als würde die Autorin beweisen wollen, wie bewandert sie in den Klassikern der Literatur ist. 
Ich habe nichts gegen Charaktere, die abseits der Norm sind - aber dann doch bitte nicht immer das gleiche Klischee des ehemals beliebten, nun belastenden Mädchens und des Außenseiters.
Dennoch haben die beiden durchaus ihren Charme. Durch die wechselnden Sichtweisen kommt man beiden sehr nah, versteht ihre Sorgen und Ängste und fühlt mit ihnen. Manchmal möchte man beide einfach nur packen und schütteln, an anderer Stelle beruhigend in den Arm nehmen.
Sie sind so erwachsen, auf der Suche nach dem Leben und doch leben sie irgendwie nicht. Mir fehlt die Lebensfreude, die ich vom Klappentext erwartet habe, die Violet in die Normalität zurückholen sollte. Leider ging das alles aber in bedrückenden Situationen unter. 
Am meisten überzeugt haben mich eigentlich die Nebencharaktere. Violets Eltern, die mit so vielem zu kämpfen haben und dennoch stark sind, und Finchs Mutter, die alles aufgegeben hat und ihrem Sohn nicht helfen kann. 
Daraufhin muss ich leider auch sagen, dass mir der Verlauf der Geschichte leider etwas zu vorhersehbar war. Gleichzeitig emotional und doch unterkühlt. Und trotz der Inneneinsicht ist mir das Problem zu oberflächlich geblieben, man konnte nicht verstehen, warum genau. Denken, ja, aber es hätte ruhig tiefer gehen können, um das wichtige Thema dementsprechend zu behandeln.
So bleibt ein doch zu oberflächlicher Jugendroman mit zwar sympathischen, aber nicht authentischen Charakteren übrig. Zu sehr gewollt als gekonnt und nicht wirklich Eindruck hinterlassend, so leid mir das tut. 

Lange hab ich mit mir gerungen, denn das Buch gefiel mir besser als "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und hat mich definitiv gefesselt. Aber sobald ich genauer darüber nachgedacht habe, kam mir vieles einfach nicht stimmig vor. Und letztendlich zählt der Gesamteindruck.
Info:
Fans von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kann ich das Buch vollends empfehlen, denn genauso hab ich mich bei "All die verdammt perfekten Tage" gefühlt - nur dass Theodore Finch sympathischer ist als Augustus Waters. Ansonsten sind die Bücher sich meines Erachtens sehr, sehr ähnlich - fast schon zu ähnlich.

Fazit:

Auf den Spuren von John Green 

Ich bedanke mich recht herzlich bei Limes für die Übersendung des Rezensionsexemplares!


Rezension: Party mit Frosty von C.M. Singer

Sonntag, 20. Dezember 2015| | 0 Kommentare

C.M. Singer - Party mit Frosty


Inhalt:
Neue Wohnung, keine Freunde, kein Mann - Julia erträgt Weihnachten nicht und lässt sich im Freien neben einem Schneemann volllaufen. Immerhin hat sie mit ihm Gesellschaft. Bis der Weihnachtsmann höchstpersönlich hinzustößt.

eBook
Seitenanzahl Print: 15
Erscheinungsjahr: 2015
Sprache: deutsch
 

Meine Meinung:
Manche Leute haben's schon bescheiden an Weihnachten. Und dann werden sie auch noch permanent daran erinnert, wie glücklich Andere sind, dass die Familie haben und so weiter. Und sie selbst stehen da und betrinken sich. (Warum haben Kneipen wohl an Weihnachten offen?)

Und dann ... können doch kleine Weihnachtswunder geschehen, wie in dieser Geschichte. Mir wurde von Seite zu Seite wärmer ums Herz, bis ich am Ende den Kindle mit einem Lächeln im Gesicht weggelegt habe. 
C.M. Singer hat's einfach mal wieder geschafft und das mit wenigen Worten.

Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, um nicht zu viel zu verraten, nur soviel: Lest die Geschichte! Und tut damit sogar was Gutes, denn er Erlös wird gespendet.
Fazit:
Das Fest des Beisammenseins

Interview mit Andreas Acker

Freitag, 18. Dezember 2015| | 0 Kommentare

Diese Woche ist sein neues Buch "Castingshow" bei Amazon erschienen und heute gibt's ein Interview mit dem deutschen Autor Andreas Acker, dessen Bücher "Beschleunigung der Angst" und "Unrein" ja wahre Perlen des Selfpublishings sind. Ich bin sehr froh, dass ich ihn euch heute vorstellen darf!



Hallo Andreas, danke, dass du dich bereit erklärt hast, dich meinen Fragen zu stellen. Wie immer das Wichtigste zuerst: stell dich doch bitte den Lesern vor.

Andreas Acker, 1975 in Heide in Schleswig-Holstein geboren. Mit zwölf Jahren verschlug es mich in den Hochtaunuskreis, wo ich bis heute lebe und arbeite. Verheiratet, zwei Söhne, Bankkaufmann. Leidenschaftlicher Tennisspieler, ebenso leidenschaftlicher Fan des 1.FC Köln und Musikliebhaber. Außerdem rede ich viel, wenn es um Themen geht, die mich interessieren (Schreiben, Musik, Fußball etc.) Nur zur Warnung :)

Bankkaufmann, Sportler, Fußballfan - wie bist du da zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe schon mein ganzes Leben. Angefangen habe ich mit vierzehn Monaten, damals noch mit Wachsmalstiften auf Tapeten. Da dies bei meinen Eltern auf grobes Unverständnis gestoßen ist, sind meine Frühwerke, so fürchte ich, wohl für immer verloren. Leider kann ich mich auch nicht mehr an die Handlung dieser ersten Stories erinnern (das Alter, siehe Punkt 1), aber ich vermute stark, dass sie von den Helden meiner Kindheit handelten. Ernie und Bert oder Captain Future. Heute ist es so, dass ich meinen Söhnen zu erklären versuche, dass es eine schlechte Idee ist, Kurzgeschichten auf Tapeten zu verewigen. So ändern sich die Zeiten.
Auf jeden Fall habe ich im Laufe meines Lebens immer irgendetwas geschrieben, meistens Kurzgeschichten oder Kritiken für Musikalben. Während meines berufsbegleitenden Studiums (frag mich nicht warum, aber es war so), merkte ich immer mehr, dass mir das nicht mehr genügte. Ich wollte Romane schreiben und veröffentlichen. Allerdings schrieb ich erstmal weiter Kurzgeschichten, da ich mich noch nicht an einen Roman traute. Diese Stories veröffentlichte ich im Internet. Das Feedback hat mich zumindest insoweit ermutigt, die Feder nicht aus der Hand zu legen, und so machte ich weiter. Ich begann damit, an Ausschreibungen für Kurzgeschichten teilzunehmen und hatte so erste Erfolge (und viele Misserfolge). Aber was war das ein großartiges Gefühl, als meine erste Geschichte angenommen wurde! Ich glaube, an dem Tag habe ich richtig Feuer gefangen. Nachdem dann ca. ein halbes Dutzend Kurzgeschichten von mir erschienen sind, wollte ich wissen, ob ich einen Roman schreiben kann. Ich begann mit den Arbeiten an „Die Beschleunigung der Angst“. Von der Möglichkeit des Selfpublishing habe ich erfahren, als meine Frau mir einen Kindle geschenkt hatte. Dies tat sie deswegen, weil sämtliche Regale im Hause unter ihrer Bücherlast ächzten und um Gnade flehten und wir keinen Platz mehr hatten, weitere zu stellen. Ich las mich in das Thema Selfpublishing ein und empfand dies als spannende Möglichkeit, seine Werke einem breiten Publikum vorzustellen. Mittlerweile habe ich drei Romane im Selfpublishing veröffentlicht.

Ok, jetzt bin ich neugierig geworden (wo ich ja eh nie genug von deinen Geschichten bekommen kann): wo kriegt man die Kurzgeschichten her?

Hm, die sind glaube ich zum Teil gar nicht mehr lieferbar, weil es einige Verlage gar nicht mehr gibt. Ich hoffe, das hat nichts mit meinen Kurzgeschichten zu tun. Aber voraussichtlich Ende des Jahres erscheint eine Anthologie im Machandel Verlag. Dort wird eine Kurzgeschichte von mir und viele weitere von wirklich tollen Autoren dabei sein.

Du bedienst ja mehrere Genre, bei "Die Beschleunigung der Angst" war es Thriller, mit "Unrein" Fantasy - wie kam es dazu?


Ich lese Bücher aus nahezu jedem Genre, doch am meisten finden sich in meinen realen und virtuellen Bücherregalen Werke, die den Genres Horror, Thriller oder Fantasy zuzuordnen sind. Mich persönlich haben Mixturen und Überschneidungen von verschiedenen Genres schon immer sehr interessiert, in der Literatur wie in der Musik. So hatte ich schon länger die Idee im Hinterkopf, einen Thriller zu schreiben, der in einem Fantasyszenario spielt. Anreichern wollte ich das Ganze mit einer guten Portion Horror. Allerdings fehlte mir die passende Story. Ich kannte nur meinen Hauptcharakter, Berzerk Momentum, entsann seinen Hintergrund und die Welt in der er lebt. Irgendwann erzählte ich einem guten Freund und Testleser der ersten Stunde - Christian - von meinem Vorhaben und dass ich keine Story hätte. Da grinste er und sagte mir, dass ich doch bereits einen perfekten Antagonisten hätte, und erinnerte mich an eine meiner Kurzgeschichten über ein verwunschenes Artefakt, das nur Leid mit sich bringt. Ich hatte diese Kurzgeschichte für eine Ausschreibung geschrieben, sie aber nie abgeschickt. Wahrscheinlich aus dem Grunde, weil ich die zulässige Zeichenanzahl ums Doppelte überschritten hatte. Aber mir gefällt der Gedanke, dass irgendwie schon damals gespürt hatte, dass ich mit der Story noch mehr würde anfangen können. Auf jeden Fall war Christians gutes Gedächtnis die Initialzündung für UNREIN. Ich hatte nun nicht nur einen Protagonisten sowie einen Antagonisten, sondern auch ein Grundgerüst, an dem ich mich orientieren konnte. Der Rest war zwar trotzdem ein langer Weg, doch ohne Christian wäre UNREIN wahrscheinlich nie oder zumindest nicht in dieser Form erschienen. Aus diesem Grund ist das Buch auch ihm gewidmet. Mir hat das Schreiben auf jeden Fall einen Riesenspaß bereitet und ich freue mich, dass ich von Lesern bisher ein wirklich tolles Feedback erhalte. Und wer weiß, vielleicht wird man Berzerk und seine Crew mal wiedertreffen.

Das hoffe ich doch stark! Also denkst du, ein Autor sollte sich nicht in Genreschubladen stecken lassen?
Generell will ich das nicht sagen. Es spricht ja nichts dagegen, sich auf etwas zu spezialisieren, das man beherrscht. Mir machen allerdings verschiedene Genres so viel Spaß, dass ich mich darin ausprobieren und diese eben gerne auch mal untereinander mischen will. Wie gesagt, mich reizen diese Mischungen.

Hast du literarische Vorbilder? Vielleicht hopsen die ja auch munter umher?

Eine ganze Menge. Stephen King (wird jetzt keinen überraschen), Dean Koontz, Dan Simmons, Richard Laymon, Michael Connelly, Harlan Coben, Don Winslow, Tad Williams, George R.R.Martin. Am meisten beeindruckt hat mich aber wohl der in Deutschland leider viel zu wenig bekannte F.Paul Wilson und dessen Buchreihen um Repairman Jack sowie sein Adversary Cycle. Diese aus mehreren Romanen bestehenden Serien gehen ineinander über und ergänzen sich. Seine Art, verschiedene Genres miteinander zu verbinden und ineinenaderfließen zu lassen, hat mich glaube ich ziemlich inspiriert. Ich kann jedem, der ihn noch nicht kennt, nur raten, mal einen Blick in seine Bücher zu werfen, allerdings sollte man auf jeden Fall mit den Starts der Reihe beginnen, da diese aufeinander aufbauen und man sich viel Spaß nimmt, wenn man mittendrin beginnt.

Ja, der Meister - man muss ihn lieben. Von der Reihe von F. Paul Wilson hab ich auch schon gehört. Muss ich wohl doch mal reinlinsen. 
Gut, anderes Thema, bevor wir uns ewig verfransen: Wie sieht für dich gute Werbung aus? Immerhin bist du einer derjenigen, von denen man in den Social Media wenig hört und die auch nicht negativ auffallen.

Hm, das ist eine gute Frage. Es ist nett, dass Du sagst, dass ich nicht negativ auffalle, aber ich fürchte, ich falle überhaupt nicht auf. Ich hänge der (wahrscheinlich hoffnungslos veralteten) Überzeugung an, dass es keine bessere und nachhaltigere Werbung gibt als die Mund-zu-Mund-Propaganda. Wenn man ein Buch von jemandem empfohlen bekommt, dem man vertraut, hat das denke ich deutlich mehr Wert und Effekt als jedes Werbebanner.

Deshalb versuche ich immer, verschiedene Blogger für meine Romane zu gewinnen, die von ihren Eindrücken berichten.

Ansonsten bin ich – so fürchte ich - noch nicht wirklich im Social-Media-Zeitalter angekommen.

Dazu kommt, dass Werbung und Marketing richtig Zeit kostet. Und da die Zeit, dem Schreiben nachzugehen, begrenzt ist, entscheide ich mich immer für das Schreiben und hoffe, dass Leser, denen meine Bücher gefallen, es kräftig weitersagen.

Als Autorin kann ich das mittlerweile nur bestätigen. Es ist ein Balance-Akt. Was denkst du, ist der größte Fehler, den man machen kann?


Auf das Schreiben bezogen? Da ist das Schlimmste wohl, etwas halbherzig anzugehen. Das wird der Leser immer merken und es zurecht abstrafen.
Generell ist das Schlimmste wohl, zu wenig Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt.

Sehr schön gesagt! 

Ich bin ja jemand, der immer Musik zum Schreiben braucht - wie geht es dir da? Hörst du Musik beim Schreiben?

Oh ja! Immer! Ohne geht nicht. Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich ziemlicher Musikliebhaber, und es vergeht kaum eine Woche, in der nicht drei oder mehr CDs nach Hause geliefert werden. Da eine Gesamtliste meiner Favoriten zu lange würde, will ich nur mal die Bands aufführen, die ich in den letzten Wochen beim Schreiben gehört habe: Front Line Assembly, Mind in a Box, Skinny Puppy, Acretongue, VNV Nation, Apoptygma Berzerk, Nine Inch Nails, Anathema, God is an Astronaut, Phillip Boa, Frames (ohne The), Solstafir, The Chemical Brothers, Fluke, The Crystal Method, Kraftwerk, The Sisters of Mercy.

Ziemlich bunte Mischung, wie ich gerade feststelle :)

Meistens höre ich beim Schreiben am liebsten handgemachte Musik, gerne auch nur Instrumentales, weil mich da keine Stimme ablenkt. Beim Überarbeiten höre ich am liebsten Elektronisches. Warum das so ist, habe ich noch nicht herausgefunden.

Wir haben wohl einige Gemeinsamkeiten. Vielen Dank für das interessante und ausführliche Interview! Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr in Leipzig wieder und ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Büchern!

Sein neuestes Werk:



Bisher erschienen:


Aktuell gibt es diese drei Bücher umsonst - klickt einfach aufs Cover und ihr kommt zu Amazon, wo ihr euch die eBooks herunterladen könnt.

Rezension: Zimtsternblues von Cat Lewis

Sonntag, 13. Dezember 2015| | 0 Kommentare

Cat Lewis - Zimtsternblues 


Inhalt:
Weihnachten, das Fest der Familie und Liebe, an dem sich alle zusammenfinden. Weihnachten, der reinste Horror für Julia. Ihr Freund Alex und sie fahren alljährlich dem Grauen in Form von Alex' Familie entgegen. Und auch diesmal hilft nur viel Alkohol ...

eBook
Seitenanzahl Print: 21
Erscheinungsjahr: 2015
Sprache: deutsch
 

Meine Meinung:
Endlich mal eine Geschichte, die dem Grauen von Weihnachten ins Auge blickt. Wenn man die liest, könnte man auf durchaus auf den Gedanken kommen, dass man es doch selbst gar nicht mal so übel getroffen hat. 

Cat Lewis lässt in ihrer Kurzgeschichte trotz der Seitenzahl von 21 nichts aus: keine unpassenden Geschenken, nervtötende Menschen, glotzende Verwandte - alles wird genauestens beleuchtet. Und das mit Humor, man schmunzelt, kann aber doch mal Mitleid mit der armen Julia bekommen. Zu gerne würde man mit ihr anstoßen, obwohl man genau weiß, dass Alkohol es nicht wirklich besser macht.

Kleine Seitenzahl, großes Vergnügen. Ich wurde bestens unterhalten - und wünsche der Autorin, dass ihr Weihnachten nicht ganz so schlimm wie das ihrer Protagonistin verläuft!

Und obwohl ich das fast nie bewerte: für eine Kurzgeschichte so ein tolles Cover - das hat man selten.

Fazit:
Das Fest des Grauens

 

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